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Analyse

TOP 3 – Im Schatten des Estadio Vicente Calderón zum Erfolg

Es waren einmal Radamel Falcao, Sergio Agüero, oder Diego Costa. Und wenn sie noch nicht ge… – vergessen wir´s besser! Die Liste der Spieler die bei Atlético Madrid den Sprung in die absolute Weltspitze geschafft haben ist beinahe endlos. Auch Akteure wie Fernando Torres, Thibaut Courtois und Koke muss man hier anführen. Einen großen Anteil an dieser Entwicklung der letzten Jahre kann man sicherlich dem Trainer der „Rojiblancos“, Diego Simeone, zuschreiben. Immer wieder schafft er es, junge und talentierte Spieler in sein vereinsnahes „Bullterrier-System“ einzubauen und damit den scheinbar optimalen Grad zwischen Erfahrung und Jugend zu finden. Die Erfolge der letzten Jahre, wie die spanische Meisterschaft und das Erreichen zweier Champions League Finals sind dennoch ein gern erzähltes Vereinsmärchen. 

Auch im aktuellen Kader von Atlético, welcher heute Abend das Rückspiel des UEFA Champions League Achtelfinals gegen Bayer 04 Leverkusen bestreitet, finden sich einige interessante Talente, die entweder gerade dabei sind den Schritt in die Weltspitze zu gehen oder dieser erst noch bevorsteht.

José Giménez

Der 22 Jahre alte Innenverteidiger, der auch im defensiven Mittelfeld spielen kann, ist längst kein unbekanntes Talent mehr, sondern gehört spätestens seit der letzten Saison zu Europas besten Innenverteidigern. Der 2013 für 900.000 € aus Uruguay gekommene Giménez, schaffte es innerhalb von vier Jahren seinen Marktwert auf satte 28 Millionen Euro zu pushen und gehört inzwischen zur erweiterten Stammelf der „Rojiblancos“. In der Saison 15/16 absolvierte der Uruguayer 37 Spiele und stand auch im Champions League Halbfinale gegen den FC Bayern sowohl im Hin- als auch Rückspiel in der Startaufstellung. Obwohl er seit dieser Saison den Status des absoluten Stammspielers hat, kommt er jedoch bisher nur auf 18 Einsätze, da ihn Adduktorenprobleme wiederholt zu Plätzen auf Tribüne, oder Bank gezwungen haben. Auffällig ist jedoch, dass Atlético von diesen 18 Spielen nur eines verlor und beachtliche 12 Mal zu Null spielte, was eindeutig für den Youngster spricht.

Seine körperliche Robustheit, Zweikampf- und Kopfballstärke sowie seine Schnelligkeit sorgen dafür, dass er längst von anderen Topvereinen, wie dem FC Bayern, Manchester United und Real Madrid, umworben wird. Desweiteren besticht er durch ein sehr gutes Aufbauspiel mit sowohl flachen Pässen ins Zentrum als auch hervorragenden Diagonalbällen und sein Stellungsspiel. Dies war Grund genug für Atlético Madrid, bereits im Sommer klarzustellen, dass Giménez nicht über den Ladentisch wandern wird. Aufgrund seiner vielen Einsatzzeiten und der Chance Jahr für Jahr in Europa um den Einzug ins Champions League Finale mitzumischen, ist es durchaus wahrscheinlich, dass man seinen im Sommer 2018 auslaufenden Vertrag bereits vorzeitig verlängert und das Defensivtalent langfristig bindet.

Lucas Hernández

Der 20-jährige Franzose ist ein weiteres Abwehrtalent in den Reihen der Hauptstädter. Nennenswert ist, dass er einen jüngeren Bruder hat, der ebenfalls bei Atlético unter Vertrag steht und auf derselben Position spielt. Vor der Saison lehnte der Verein ein großzügiges Angebot von Manchester City ab, welche die Hernández-Brüder gleich im Duo verpflichten wollten. Logisch, dass die Colchoneros aufgrund ihrer glänzend vorhergesagten Zukunft an sich binden möchten, immerhin wird Diego Godin auch nicht gerade jünger!

Jedoch sorgen Anfang Februar Schlagzeilen zur unschönen Aktion abseits des Platzes für mediales Blitzlichtgewitter, als er mit dem Vorwurf der häuslichen Gewalt für kurze Zeit von der örtlichen Polizei in Gewahrsam genommen wurde. In Zukunft sollte er solche Aktionen tunlichst unterlassen und versuchen durch gute Leistungen auf sich aufmerksam zu machen, um seine bereits 15 Spiele in der aktuellen Saison, künftig primär von Beginn an auf dem Platz zu erleben.

Dennoch verfügt er bereits in seinem jungen Alter über außergewöhnliche Fähigkeiten. Trotz seiner,  für einen Innenverteidiger geringen Körpergröße von 1,83 m, ist er durch seine große Sprungkraft enorm kopfballstark, was ihn sowohl defensiv als auch offensiv zu einer absoluten Waffe macht. Zudem besitzt er auch am Boden starke Zweikampfqualitäten, was in Kombination mit seiner soliden Grundschnelligkeit und einem ordentlichen Stellungspiel das Defensivpaket abrundet. Sein Aufbauspiel ist jedoch trotz guter Technik noch ausbaufähig, da ihm hier häufig die entscheidende Übersicht und Ruhe fehlt.

Man darf also gespannt sein ob und wann er sich mit seinen tollen Fähigkeiten in Madrid durchsetzen kann. Denn klar ist natürlich, dass er dort eine extrem starke und erfahrene Konkurrenz hat und es konstant überragende Leistungen von ihm braucht, um überhaupt nur die Chance zu haben, Spieler wie Godín oder Giménez von ihren Positionen zu verdrängen.

 

Ángel Correa

Der Edeltechniker der 2014 aus Argentinien nach Madrid kam, kann sowohl auf beiden Flügeln als auch als hängende Spitze agieren. Gerade in dieser Saison konnte er seine Offensivqualitäten bereits häufig unter Beweis stellen. In 34 Spielen für die „Rojiblancos“ erzielte der 22-jährige Argentinier bereits 7 Tore und bereitete 8 weitere Treffer vor. So schaffte es der äußerst trickreiche Offensivakteur in seiner Zeit bei Atlético seinen Marktwert auf 15 Millionen Euro zu verdoppeln.

Unter seinem Landsmann Diego Simeone  besticht der, meist auf dem rechten Flügel spielende, Rechtsfuß vor allem durch seine feine Technik, gepaart mit explosivem Antritt. Diese Fähigkeiten verschaffen ihm ideale Voraussetzungen für ein offensives Eins-gegen-Eins. In diesen Situationen ist er in der Lage, aufgrund seines brillanten Dribblings mehrere Gegner auf einmal auszutanzen und gefährliche Torchancen zu kreieren. Zudem verfügt Correa über einen zielgenauen Torschuss, mit welchem er entweder nach eigenem Dribbling oder Zuspiel des Mitspielers einen Angriff vollenden kann. Jedoch besitzt auch er noch Schwächen, an denen er arbeiten muss. Vor allem die Defensivarbeit ist ausbaufähig. Immer wieder kommt er nach Ballverlust nicht schnell genug hinter den Ball, oder lässt sich zu leicht von seinem Gegenspieler ausspielen. Vor allem unter einem Trainer wie „el Cholo“, der sehr viel Wert auf Defensivarbeit und Teampressing legt, muss er sich in diesem Bereich steigern, will er eines Tages als absoluter Stammspieler erfolgreich sein.

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